Was ist eine Speichermotte und woran erkennt man sie?
Die Speichermotte, auch Kakaomotte genannt (Ephestia elutella), gehört zur Familie der Zünsler. Sie ist ein gefürchteter Vorratsschädling, der weltweit vorkommt und bevorzugt in Lebensmitteln wie Kakao, Schokolade, Nüssen, Mehl oder Getreide auftritt.
Adulte Speichermotten erreichen eine Flügelspannweite von 14 bis 20 Millimetern. Typisch sind die graubraunen Vorderflügel mit dunklen Querlinien und Punkten. Im Gegensatz zu Kleidermotten befällt diese Art ausschließlich Lebensmittel und Vorräte.
Aussehen
- Größe: 7–9 mm Körperlänge, Flügelspannweite 14–20 mm
- Vorderflügel: grau bis graubraun mit dunklen Querlinien und Flecken
- Hinterflügel: heller mit Fransensaum
- In Ruhestellung dachförmig über den Körper gelegt
- Larven: weißlich bis rosa, 10–15 mm lang, braune Kopfkapsel
Was fressen Speichermotten?
Die Larven der Speichermotte sind die eigentlichen Schädlinge. Sie befallen eine Vielzahl trockener Lebensmittel:
Typische Nahrungsquellen:
- Kakao und Schokolade
- Getreide, Mehl, Grieß und Reis
- Nüsse und Mandeln
- Trockenobst und Gewürze
- Tierfutter
Beim Fressen hinterlassen die Larven feine Gespinste, Kotkrümel und Verunreinigungen. Dadurch werden Lebensmittel ungenießbar.
Woher kommen Speichermotten im Haus?
Speichermotten werden meist über bereits befallene Lebensmittel eingeschleppt. Eier oder Larven befinden sich oft unbemerkt in Verpackungen und entwickeln sich erst später. Besonders gefährdet sind offene Vorräte in warmen und schlecht geschlossenen Behältnissen.
Da die Larven sich auch durch dünne Papier- oder Plastikverpackungen fressen können, breitet sich ein Befall im Vorratsschrank schnell auf mehrere Lebensmittel aus.
Speichermotte-Larven – warum sie so problematisch sind
Die Larven der Speichermotte sind besonders widerstandsfähig und verursachen den eigentlichen Schaden. Sie fressen sich durch Lebensmittel, hinterlassen Gespinste und können Verpackungen durchdringen.
Eine einzige Larve reicht aus, um ganze Lebensmittelbestände zu verunreinigen. Da die Entwicklung vom Ei bis zur fertigen Motte je nach Temperatur nur 6–8 Wochen dauert, können sich mehrere Generationen pro Jahr entwickeln.
Was tun gegen Speichermotten?
Wer Speichermotten entdeckt, sollte sofort handeln. Wichtig ist, alle befallenen Lebensmittel zu entsorgen – auch wenn sie äußerlich noch intakt wirken.
Effektive Maßnahmen zur Bekämpfung:
- Befallene Lebensmittel im Hausmüll entsorgen (außerhalb des Hauses)
- Vorratsregale gründlich reinigen und mit Essigwasser auswischen
- Lebensmittel nur in luftdichten Glas- oder Kunststoffbehältern aufbewahren
- Pheromonfallen einsetzen, um Mottenmännchen zu fangen und den Befall einzudämmen
- Schlupfwespen (Trichogramma) als biologische Bekämpfung nutzen – sie parasitieren die Eier der Motten
Wie lässt sich ein Befall vorbeugen?
Mit konsequenter Vorratshygiene lassen sich Speichermotten dauerhaft fernhalten.
Vorbeugende Tipps:
- Vorräte regelmäßig kontrollieren und nicht zu lange lagern
- Lebensmittel immer in fest verschlossenen Dosen aufbewahren
- Schränke und Vorratsräume regelmäßig reinigen
- Neu gekaufte Lebensmittel auf Befall prüfen
- Raumtemperatur möglichst kühl halten

