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Braune Wegameise [Lasius brunneus]

Was ist die Braune Wegameise und woran erkenne ich sie?

Die Braune Wegameise (Lasius brunneus) ist eine häufig vorkommende Wald- und Gartenameisenart, die gelegentlich in der menschlichen Umgebung als störend empfunden werden kann. Sie bevorzugt sonnige, trockene Bereiche wie Baumstämme, Totholz und Trockenmauern. Ihre Vorkommen sind episodisch, meist an den Neststandorten im Holz oder Boden gut sichtbar.

Aussehen

  • Körperlänge: Arbeiterinnen etwa 3–5 mm, Königinnen deutlich größer
  • Farbe: einheitlich braun, meist rötlich-braun
  • Körperbau: schlank und leicht glänzend
  • Fühler: 12-gliedrig mit abgesetztem Fühlerglied zur Spitze
  • Beine: langbeinig, schnelle Bewegung
  • Zugehörigkeit: Art aus der Gattung Lasius, nahe verwandt mit der Roten Wegameise

Entwicklung und Lebensweise der braunen Wegameise

Die Entwicklung der Braunen Wegameise verläuft über die typischen Stadien: Ei, Larve, Puppe und schließlich die erwachsene Ameise. Die Königin legt nach der Gründung einer Kolonie zunächst allein Eier ab und zieht die erste Generation von Arbeiterinnen eigenständig groß. Sobald diese geschlüpft sind, übernehmen sie sämtliche Aufgaben innerhalb und außerhalb des Nestes – von der Brutpflege über die Nahrungssuche bis hin zur Verteidigung der Kolonie.

Geschlechtstiere – also Männchen und junge Königinnen – werden meist einmal im Jahr gebildet. Die Hauptschwarmzeit fällt auf Juni und Juli. Während des Hochzeitsflugs paaren sich die Tiere, woraufhin die begatteten Weibchen ihre Flügel abwerfen und neue Kolonien gründen. Die Männchen sterben kurz nach der Begattung.

In einem etablierten Nest sind dauerhaft Eier, Larven, Puppen und Arbeiterinnen unterschiedlichen Alters vorhanden. Junge Arbeiterinnen verrichten zunächst Tätigkeiten im Inneren des Nestes und wechseln später in den Außendienst. Ihre Lebensdauer beträgt meist nur wenige Wochen. Kolonien können über viele Jahre bestehen und wachsen beständig, solange geeignete Nistplätze vorhanden sind.

Was hilft gegen die Braune Wegameise?

Bei einem vereinzelten Auftreten der Braunen Wegameise sind meist keine aufwändigen Maßnahmen nötig. Die Tiere lassen sich oft durch das Entfernen von Totholz, das Abdichten von Ritzen und das Reduzieren von Blattlausbefall fernhalten, da sie stark vom Honigtau abhängig sind. Achten Sie insbesondere auf lockere Fensterrahmen, Mauerritzen oder Holzverkleidungen, die als Nistorte genutzt werden können.

Wenn die Ameisen ins Gebäude eindringen oder sich in größerer Zahl in der Nähe aufhalten, kann eine gezielte Bekämpfung notwendig sein. Hier helfen Ködergels oder insektizide Staubmittel, die an den Laufwegen ausgebracht werden. Wichtig ist dabei, den Neststandort zu identifizieren – nur so kann eine nachhaltige Wirkung erzielt werden. In sensiblen Bereichen oder bei wiederkehrendem Befall empfiehlt sich die Einschaltung professioneller Schädlingsbekämpfer.

Bedeutung & Vorkommen

Die Braune Wegameise verursacht selten Schäden, kann jedoch als hinderlich empfunden werden, wenn sie sich in Türen, Fenstern oder am Hausfuss versammelt. Sie ist kein Hygieneschädling, sondern gilt als harmlos. Ihre Aktivität deutet meist auf Blattlausbefall hin, da sie Honigtau als Nahrung nutzt. Altholz oder Trockenmauerstrukturen fördern die Koloniebildung in der Nähe von Gebäuden.