Was ist eine Rötelmaus und woran erkenne ich sie?
Die Rötelmaus (auch Myodes glareolus, früher als Clethrionomys glareolus bezeichnet) ist eine kleine Nagetierart aus der Familie der Wühlmäuse (Cricetidae). Sie ist in Europa weit verbreitet und lebt vor allem in Wäldern, Parks und Gärten, wo sie sich gerne in dichter Vegetation versteckt. Sie ist ein wichtiger Teil des Ökosystems, kann aber, wie die Feldmaus, auch als Überträger von Krankheiten wie dem Hantavirus in Erscheinung treten.
Aussehen ausgewachsene Rötelmäuse:
- Körperlänge: 9 bis 11 cm
- Schwanzlänge: 4 bis 5,5 cm
- Fellfarbe: Oberseite gelblich bis rotbraun, ältere Tiere an den Seiten mehr zu rötlich neigend, Unterseite weißlich
- Relativ große Ohren
5 Tipps, um Rötelmäuse effektiv loszuwerden
- Mögliche Futterquellen entfernen oder dicht verschließen.
- Stark riechende Gewürze (Nelkenpulver, Pfeffer) auf Laufwege streuen.
- Ätherische Öle (z. B. Kamille, Minze oder Nelken) auf Laufwege träufeln.
- Benutztes Katzenstreu in kleinen Säckchen oder direkt auf Laufwege streuen.
- Ultraschallgeräte aufstellen (nur in Nestnähe wirksam).
Das Leben der Rötelmaus: Entwicklung, Fortpflanzung und Verhaltensweise
Die Rötelmaus erreicht ihre Geschlechtsreife bereits nach etwa 9 Wochen und hat eine Tragzeit von 18 bis 21 Tagen. Sie bringt pro Jahr durchschnittlich drei Würfe zur Welt, wobei jeder Wurf 3 bis 5 Jungtiere umfasst, manchmal auch mehr. Die Augen der Jungtiere öffnen sich zwischen dem 9. und 10. Tag. Rötelmäuse leben freilebend und bauen Nester aus Gras, Moos und Blättern. Sie sind gute Kletterer und ernähren sich überwiegend pflanzlich von Samen und Kräutern, im Winter auch von Rinde und gelegentlich von Insekten.
Rötelmaus Ernährung: Von Frühling bis Winter – die Nahrungsvielfalt
Die Rötelmaus ernährt sich ähnlich wie viele andere Mäusearten von einer Vielzahl an Nahrungsquellen, darunter Insekten, Würmer, Samen und Früchte. Sie ist äußerst flexibel, wenn es um die Futtersuche geht. Im Frühling deckt sie ihren Vitaminbedarf mit Keimlingen, Gräsern und Kräutern. Sobald im Sommer Beeren und Pilze reif sind, erweitert sich ihr Nahrungsangebot entsprechend. In den warmen Monaten legen Rötelmäuse einen Vorrat an Eicheln, Bucheckern und Haselnüssen an. Wenn diese Vorräte in den ersten kühleren Monaten aufgebraucht sind, passt sich die Rötelmaus an die reduzierte Nahrungsverfügbarkeit an und ernährt sich von Baumrinde sowie proteinreichen Insekten und Würmern, die sich unter der Rinde befinden.

