Was ist ein Katzenfloh und wie erkennt man ihn?
Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist ein weltweit verbreiteter Ektoparasit, der vor allem Katzen, aber auch Hunde, andere Säugetiere und den Menschen befällt. Trotz seines Namens ist er nicht wirtsspezifisch und kann sich an verschiedenen Wirten festsetzen. Ein Befall ist nicht nur für Haustiere unangenehm, sondern kann auch gesundheitliche Risiken für Menschen mit sich bringen
Aussehen
- Körperlänge: 1,5 bis 3,3 mm
- Farbe: braun (frisch geschlüpft), dunkelbraun (ältere Flöhe)
- Seitlich abgeflachter Körper mit nach hinten gerichteten Borsten
- Keine Flügel
- Fühler in Gruben versenkbar
- Kopfunterrand und Hinterrand des ersten Brustabschnitts mit Stachelkämmen
- Kräftige Sprungbeine
- Larven: weißlich, langgestreckt, 4 bis 6 mm lang
Entwicklung und Lebensweise des Katzenfloh
Ein weiblicher Katzenfloh legt täglich bis zu 50 Eier, die meist in der Umgebung des Wirts, wie Teppichen, Polstermöbeln oder Tierbetten, abgelegt werden. Aus den Eiern schlüpfen nach wenigen Tagen Larven, die sich von organischem Material ernähren. Nach etwa einer Woche verpuppen sie sich und können in diesem Zustand mehrere Monate überdauern, bis sie durch Vibrationen oder Wärme schlüpfen. Die gesamte Entwicklung vom Ei zum adulten Floh kann unter optimalen Bedingungen in etwa drei Wochen abgeschlossen sein.
Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier
Katzenflöhe sind nicht nur lästig, sondern können auch Krankheiten übertragen. Sie fungieren als Zwischenwirte für Bandwürmer wie Dipylidium caninum und können Bakterien wie Bartonella henselae, den Erreger der Katzenkratzkrankheit, übertragen. Bei empfindlichen Personen können Flohbisse allergische Reaktionen oder Dermatitis auslösen.
Erkennung eines Befalls
Ein Flohbefall äußert sich bei Katzen durch vermehrtes Kratzen, Unruhe und eventuell Haarausfall. Mit einem Flohkamm lassen sich adulte Flöhe oder Flohkot im Fell nachweisen. Beim Menschen zeigen sich Flohbisse als kleine, rote, juckende Punkte, oft in Gruppen oder Reihen. Typischerweise sind Beine und Knöchel betroffen.
Übertragung auf den Menschen
Obwohl Katzenflöhe bevorzugt Tiere befallen, können sie auch auf Menschen übergehen, insbesondere wenn keine geeigneten tierischen Wirte vorhanden sind. Die Flöhe springen auf den Menschen, um Blut zu saugen, können sich jedoch nicht dauerhaft auf ihm halten. Ein Befall beim Menschen ist daher meist temporär, kann aber unangenehm sein.
So können Sie den Katzenfloh bekämpfen und ihm vorbeugen
Bei der Katze:
- Verwendung von vom Tierarzt empfohlenen Flohmitteln (z. B. Spot-on-Präparate)
- Regelmäßiges Kämmen mit einem Flohkamm
- Behandlung aller im Haushalt lebenden Tiere
In der Umgebung:
- Gründliches Staubsaugen von Teppichen, Polstermöbeln und Ritzen
- Waschen von Tierbetten, Decken und anderen Textilien bei mindestens 60 °C
- Einsatz von Umgebungssprays oder Verneblern, die sowohl adulte Flöhe als auch deren Entwicklungsstadien abtöten
Vorbeugung:
- Regelmäßige Kontrolle und Behandlung von Haustieren, insbesondere bei Freigängern
- Sauberhalten der Schlaf- und Aufenthaltsbereiche der Tiere
- Vermeidung des Kontakts mit streunenden Tieren

