Was ist ein Hühnerfloh und wie erkennt man ihn?
Der Hühnerfloh (Ceratophyllus gallinae) ist ein parasitierendes Insekt, das vor allem in Geflügelbeständen vorkommt. Trotz seines Namens kann er auch andere Vögel, Säugetiere und gelegentlich den Menschen befallen. Seine Stiche verursachen starken Juckreiz und können zu Hautirritationen führen.
Aussehen
- Größe: 2–2,5 mm
- Farbe: braun bis dunkelbraun
- Körper: seitlich abgeflacht, ohne Flügel
- Beine: kräftiges drittes Beinpaar zum Springen
- Kopf: ohne Stachelkamm; Rückenkamm mit 14 Stacheln pro Seite
- Larven: weißlich, langgestreckt, 4–6 mm lang
Entwicklung und Lebensweise des Hühnerfloh
Ein weiblicher Hühnerfloh legt zwischen 100 und 200 Eier, meist in das Nestmaterial oder das Gefieder des Wirts. Die Larven schlüpfen nach etwa 6–12 Tagen und ernähren sich von organischem Material wie Federn, Kot und Hautschuppen. Nach weiteren Entwicklungsstadien verpuppen sie sich und können in diesem Zustand mehrere Monate überdauern, bis ein geeigneter Wirt verfügbar ist.
Hühnerflöhe verbringen die meiste Zeit im Nestmaterial und befallen den Wirt nur kurzzeitig zur Blutaufnahme. Bei Abwesenheit des Wirts können sie alternative Wirte suchen, einschließlich Menschen und Haustieren.
Bedeutung und Gefahren
Hühnerflöhe gelten als Hygieneschädlinge. Ihre Stiche können beim Menschen Quaddeln, starken Juckreiz und allergische Reaktionen auslösen. In Geflügelbeständen führen sie zu Unruhe, Federverlust und Leistungseinbußen bei den Tieren. Bei Jungtieren kann ein starker Befall sogar tödlich sein.
Übertragung auf den Menschen
Obwohl der Hühnerfloh primär Vögel befällt, kann er bei fehlenden Wirten auch Menschen stechen. Die Stiche treten häufig an Beinen und Füßen auf und sind durch starken Juckreiz gekennzeichnet. Eine dauerhafte Besiedlung des Menschen durch Hühnerflöhe ist jedoch selten.
Hühnerfloh bekämpfen und vorbeugen
- Reinigung von Nistplätzen: Verlassene Nester sollten entfernt und das Material sicher entsorgt oder verbrannt werden.
- Stallhygiene: Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Geflügelställen sind essenziell.
- Einsatz von Insektiziden: Kontaktinsektizide können zur Bekämpfung eingesetzt werden, sollten jedoch mit Vorsicht und gemäß Anleitung verwendet werden.
- Behandlung von Tieren: Befallene Tiere sollten mit geeigneten Mitteln behandelt werden; bei Haustieren ist eine Rücksprache mit dem Tierarzt empfehlenswert.
- Vorbeugung: Vermeidung von Wildvogelnestern in der Nähe von Wohnbereichen und regelmäßige Kontrolle von Geflügelbeständen helfen, einen Befall zu verhindern.

