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Eichenprozessionsspinner Nahaufnahme

Eichenprozessionsspinner [Thaumetopea processionea]

Aussehen

  • Falter: Flügelspannweite 30 bis 35 mm, Vorderflügel bräunlich mit mehreren braunen, meist unscharfen Querstreifen, Hinterflügel weißgrau mit einem bogenförmigen Querstreifen und brauner Marke am Flügelrand
  • Raupen: Körperlänge 23 mm, Körper mit langen weißen Haaren auf rötlichen Warzen
  • Zum Rücken hin bläulich-graue Färbung, zur Bauchseite hin grünlich-grau
  • Segmente 4 bis 12 mit schwarzem Fleck auf dem Rücken, Kopf dunkelbraun

Entwicklung

  • Eine Generation im Jahr; Eiablage im Juli; große Gelege auf Zweigen des Futterbaumes
  • Gelege werden vom Weibchen mit Schuppen ihres Körpers abgedeckt
  • Raupen schlüpfen im Frühjahr (April/Mai) des darauf folgenden Jahres, nahezu zeitgleich mit Blattaustrieb der Futterbäume; Raupen bilden umfangreiche Gespinstnester
  • 5 bis 6 Raupenstadien
  • Verpuppung im Juni im Gespinstnest; Puppenruhe 3 bis 5 Wochen; Falter erscheinen im Juli

Lebensweise

  • Meist auf Eichen, gelegentlich Walnuss; Raupen leben stets gesellig
  • Junge Raupenstadien fressen Blätter bis zur Mittelrippe
  • Umfangreiche Gespinstnester älterer Raupen (5. und 6. Stadium) an Baumrinde

Bedeutung

  • Raupen tragen ab dem dritten Larvenstadium Brennhaare
  • Brennhaare mit Widerhaken versehen
  • Brechen bei Berührung ab und haften in menschlicher Haut
  • Brennhaare enthalten Nesselgift, können Hautausschläge (Raupenurtikaria) sowie Reizungen der Augenbindehäute und Atemwege verursachen; Brennhaare werden auch vom Wind davon getragen