Was ist die Dörrobstmotte und woran erkenne ich sie?
Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella), auch als Vorratsmotte oder Mehlmotte bekannt, ist ein Schädling, der sich vor allem von getrockneten Lebensmitteln ernährt. Sie kommt außerdem in der Lebensmittelindustrie, Süßwarenproduktion oder der Produktion von Pflanzensamen vor. Sie gehört zur Familie der Zünsler (Pyralidae) und tritt häufig in Haushalten auf, insbesondere in Küchen und Vorratsschränken.
Aussehen
- Körperlänge: 8 – 10 mm
- Flügelspannweite: 13 bis 20 mm
- Farbe Flügel: Vorderflügel deutlich zweifarbig, Hinterflügel einfarbig hellgrau
- Farbe Körper: Körpernahe Hälfte hellocker bis hellgrau, äußere Hälfte mit kupferroten und hellen Schuppen und mit blaugrauen Querbinden
Wie werde ich Dörrobstmotten los?
1. Befallene Lebensmittel entsorgen: Kontrolliere deine Vorräte auf Gespinste, Larven und Schäden. Entsorge anschließend alle befallenen Produkte in verschlossenen Beuteln.
2. Schränke reinigen: Reinige alle Oberflächen mit Essigwasser oder Seifenlösung. Sauge dann die Ritzen und Spalten gründlich ab.
3. Lebensmittel sichern und vorbeugen: Fülle deine Lebensmittel in luftdichte Behälter aus Glas oder Metall ab. Prüfe deine Vorräte regelmäßig auf erneuten Befall. Um einen erneuten Befall vorzubeugen, kontrolliere deine Einkäufe und lagere keine großen Mengen. Zur Abschreckung kannst du zusätzlich Lorbeerblätter oder Zedernholz nutzen.
4. Pheromonfallen einsetzen: Fallen locken männliche Motten an und verringern die Vermehrung.
5. Schlupfwespen verwenden (optional): Diese Nützlinge bekämpfen Motteneier.
Wann ist professionelle Hilfe nötig?
Falls der Befall trotz aller Maßnahmen anhält oder besonders stark ist, sollten Sie einen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen. Wir bei Bertram können schwer zugängliche Verstecke der Motten aufspüren und beseitigen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Wie gelangt die Dörrobstmotte ins Haus?
Die Dörrobstmotte wird meist durch den Kauf bereits befallener Lebensmittel eingeschleppt. Sie wird also unerkannt mit Produkten gekauft und verbreitet sich dann relativ schnell. Seltener kommen die Motten von draußen herein. Durch den globalen Warenverkehr hat sich die Dörrobstmotte zu einem weltweit verbreiteten Vorratsschädling entwickelt. Ihre Auswirkung auf die Wirtschaft ist immens, da sie jährlich durch Verluste, Rückrufaktionen und Überwachungsmaßnahmen Schäden in Milliardenhöhe verursacht.
Wo legen Dörrobstmotten ihre Eier?
Die Dörrobstmotte legt ihre Eier in geeignete Entwicklungssubstrate wie Trockenfrüchte und Trockenobst, darunter Mandeln, Nüsse, Rosinen, Korinthen, Nussschokolade, Kleintierfutter oder Getreidesorten. Auch Mischungen wie Studentenfutter und Müsli sind häufig betroffen. Die Embryonalentwicklung der Eier dauert etwa eine Woche und ist stark von Wärme abhängig. Die Dörrobstmotte ist eine subtropische Art, der warmen Jahreszeit kann sich die Motte also auch über kurze Strecken im Freiland von Haus zu Haus ausbreiten, während eine Überwinterung in gemäßigten Klimazonen im Freien nicht möglich ist.
Die Larvenentwicklung erfolgt bei optimalen Temperaturen von 28 °C bis 31 °C innerhalb von sechs Wochen. Unter ungünstigen Bedingungen kann sie sich über mehrere Monate erstrecken, wobei die Larven in eine Diapause (Ruhephase) übergehen können. Während ihres Wachstums bilden die Raupen feine Gespinste, die in den befallenen Lebensmitteln sichtbar werden. Zur Verpuppung ziehen sich die Larven in Zimmerwinkel, Regalständer oder ähnliche Verstecke zurück und spinnen hellgelbe Kokons, die als Puppenwiegen dienen. Die Puppenruhe dauert bei Raumtemperaturen etwa drei Wochen, bevor die adulten Motten schlüpfen.
Welche Lebensmittel befallen Dörrobstmotten?
Dörrobstmotten befallen eine Vielzahl von trockenen Lebensmitteln, darunter Trockenfrüchte wie Rosinen, Korinthen, getrocknete Aprikosen und Feigen, sowie Nüsse und Samen wie Mandeln, Walnüsse und Sonnenblumenkerne. Auch Getreideprodukte wie Mehl, Reis, Haferflocken und Mais sind betroffen. Darüber hinaus gelangen sie häufig in Mischprodukte wie Müsli oder Studentenfutter und Süßwaren wie Nussschokolade oder Schokoriegel mit Trockenfrüchten und Nüssen. Zudem können sie auch in Trockenfutter für Kleintiere und Vogelfutter vorkommen, insbesondere wenn die Verpackungen nicht luftdicht oder beschädigt sind. Die Raupen der Dörrobstmotte fressen bei Getreideprodukten bevorzugt den Keimling, während der Mehlkörper weitgehend unversehrt bleibt. Stark befallene Vorräte sind mit den Gespinsten der Raupen durchzogen oder überzogen, was zu Verklumpungen und einer Verunreinigung durch Kot führt. Die Larven bilden dabei auffällige Gespinste und Gespinstklumpen, die sich sowohl innerhalb als auch auf der Oberfläche der gelagerten Lebensmittel finden.

