Zum Inhalt springen

Chemischer Holzschutz – effektiver Schutz für tragende Holzkonstruktionen

Unter Holzschutz versteht man Maßnahmen, die Holz, Holzwerkstoffe oder Holzkonstruktionen vor Wertminderung oder Zerstörung durch Bewitterung und Holzschädlinge schützen.

Chemischer Holzschutz ist erforderlich, wenn Holz trotz baulicher Maßnahmen von holzzerstörenden Organismen bedroht wird. Dann wird es mit chemischen Mitteln behandelt, um Schäden durch Insekten, Pilze oder Schimmel zu verhindern.

Bertram hat jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich, kann Art und Umfang des Schadens für Sie ermitteln und entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen durchführen.

Holzschutzspray wird auf Holz aufgetragen

Methoden des chemischen Holzschutzes

Der chemische Holzschutz umfasst verschiedene Verfahren, die das Holz entweder vorbeugend schützen oder einen bereits vorhandenen Schädlingsbefall bekämpfen. Dabei wird je nach Einsatzbereich und erforderlicher Schutzintensität zwischen unterschiedlichen Methoden unterschieden.

Oberflächen-, Rand- und Tiefenschutz

Je nach Eindringtiefe des Holzschutzmittels unterscheidet man zwischen drei Schutzarten:

  • Oberflächenschutz: Die Schutzmittel werden lediglich auf die Holzoberfläche aufgetragen, etwa durch Streichen oder Sprühen. Diese Methode dient vor allem dazu, kurzfristigen Witterungseinflüssen entgegenzuwirken.
  • Randschutz: Hier dringt das Schutzmittel wenige Millimeter in das Holz ein. Dies geschieht durch Tränken, Fluten oder spezielle Sprühverfahren, wodurch eine bessere Widerstandsfähigkeit erzielt wird als bei der reinen Oberflächenbehandlung.
  • Tiefenschutz: Bei dieser Methode durchdringt das Holzschutzmittel mehrere Millimeter bis Zentimeter tief in das Material. Dafür werden spezielle Verfahren wie das Kesseldruckverfahren oder das Heiß-Kalt-Tränkverfahren eingesetzt. Je tiefer die Wirkstoffe in das Holz eindringen, desto langlebiger ist der Schutz.

Druckimprägnierung – Schutz für Außenhölzer

Besonders für Holzbauteile, die ständiger Witterung ausgesetzt sind, kommt die Druckimprägnierung zum Einsatz. Dabei werden Schutzsalze tief in das Holz eingearbeitet, wodurch es langfristig gegen Schädlinge und Umwelteinflüsse geschützt wird. Diese Methode wird industriell durchgeführt, bevor das Holz in den Handel gelangt, und eignet sich unter anderem für Zäune, Terrassendielen, Balkone oder Spielgeräte aus Holz. Zusätzliche Anstriche zur optischen Gestaltung oder Verstärkung des Schutzes sind nachträglich möglich.

Einbringungsverfahren von Holzschutzmitteln

Je nach gewünschter Schutzwirkung werden verschiedene Techniken angewendet, um die chemischen Holzschutzmittel in das Material zu integrieren:

  • Streichen oder Sprühen – einfache Anwendung für den Oberflächenschutz
  • Tauchen oder Fluten – ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung des Schutzmittels und sorgt für einen leichten Randschutz
  • Tränkung oder Druckimprägnierung – gewährleistet tiefes Eindringen und eine langfristige Schutzwirkung

Die Auswahl der richtigen Methode hängt vom Einsatzbereich und der gewünschten Schutzdauer ab. Während ein einfacher Anstrich meist für den Innenbereich ausreicht, sind für tragende Konstruktionen und Außenhölzer intensivere Verfahren erforderlich. Die Norm DIN 68800 regelt dabei die zulässigen Verfahren sowie die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel.


Chemischer Holzschutz wird aufgetragen

Chemischer Holzschutz von Bertram

Bei der Holzschädlingsbekämpfung wird grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Methoden, dem „klassischen“ chemischen Holzschutz und dem biologischen Holzschutz unterschieden. Der chemische Holzschutz beläuft sich dabei auf die Maßnahmen gemäß DIN 68800. Holz mit einer tragenden oder versteifenden Funktion muss demnach durch chemische Mittel geschützt werden, wenn es einen Befall holzzerstörender Insekten aufweist. Der chemische Holzschutz dient dazu die Schädlinge zu bekämpfen, um deren zerstörerische Tätigkeit zu stoppen, sowie einem Neubefall vorzubeugen. Typisch für verbaute Hölzer mit bedeutender Funktion sind Böden, Dachstühle, Decken oder Stallungen. Der chemische Holzschutz kommt auch bei Pilzen, die das Holz befallen, zum Einsatz.

Beim chemischen Holzschutz wird das Holz zunächst abgefräst und anschließend mit einer chemischen Wirksubstanz behandelt. Die chemische Bekämpfung erfolgt dabei entweder direkt an der Holzoberfläche oder durch eine Bohrlochinjektion. Dazu werden in das betroffene Konstruktionsholz (oftmals Deckenbalken mit Estrichzwischenfüllung) in bestimmten Abständen sogenannte Injektionspacker eingeschlagen, welche mittels eines speziellen Druckbehälters verpresst werden.

So schützen wir Ihre Holzsubstanz langfristig, nachhaltig und umweltfreundlich vor Holzschädlingen und Verfall. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, stehen Ihnen gerne für eine kostenlose Beratung und Inspektion sowie einem entsprechenden Leistungsangebot zur Verfügung.

Chemischer Holzschutz nach DIN 68800

Die DIN 68800/4 legt fest, wie Holz im Bauwesen geschützt werden muss, insbesondere wenn es eine tragende Funktion übernimmt. Chemische Holzschutzmaßnahmen dürfen ausschließlich von qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden, um eine fachgerechte Anwendung und langfristige Wirksamkeit zu gewährleisten. Zudem dürfen nur geprüfte und nach DIN 68800 zugelassene Holzschutzmittel verwendet werden, um die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Behandlung zu gewährleisten.

Mann baut Terrasse

Warum ist chemischer Holzschutz notwendig und welcher Holzschutz ist der richtige für Ihr Bauprojekt?

Holz ist ein langlebiger, vielseitiger Baustoff – doch ohne Schutzmaßnahmen kann es durch Schädlinge und Feuchtigkeit stark beeinträchtigt werden. Chemischer Holzschutz spielt eine entscheidende Rolle, wenn bauliche Vorkehrungen allein nicht ausreichen, um Holz vor Insektenbefall oder Pilzschäden zu bewahren. Besonders bei tragenden Konstruktionen ist eine fachgerechte Behandlung nach DIN 68800 erforderlich, um langfristige Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten. Welche Methode des Holzschutzes für Ihr Bauprojekt am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Einsatzbereich, Witterungseinflüssen und gesetzlichen Vorgaben ab. Lassen Sie sich von Experten beraten, um den optimalen Schutz für Ihre Holzbauteile zu gewährleisten und deren Lebensdauer nachhaltig zu verlängern.