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Containerbegasung

Die Containerbegasung verfolgt das Ziel des Schutzes der Ware. Hierfür wird entweder die von Schädlingen befallene Importware oder das Verpackungsholz für den Export begast. Auch werden Containerbegasungen häufig vorbeugend im Im- und Export durchgeführt, um auf diese Weise eine Qualitäts- und Produktsicherung von vornherein zu gewährleisten. Die Containerbegasung verhindert damit effektiv, dass Insekten oder Krankheiten bspw. nach Deutschland gelangen und sich dort ausbreiten.

Begasung eines Containers

Wie wird ein Container begast?

Für die Begasung von Containern gibt es zwei Lösungen der Durchführung:

  • Druckabfall: Bevor ein Container mit einer toxischen Begasung behandelt werden darf, muss dieser auf seine Gasdichte hin überprüft werden. Kann der Container das Gas für die geplante Zeitspanne halten, müssen keine weiteren Vorkehrungen getroffen werden.
  • Begasung mit Plane: Besteht ein Container den Drucktest nicht oder wurde die Dichtigkeit gar nicht erst überprüft, muss dieser mit einer gasdichten Begasungsplane abgedeckt werden. Die Ränder der Plane werden zusätzlich mit Sand bedeckt, um eine Gassperre zu bilden.

Bertram übernimmt für Sie die Begasung direkt im Container vor Ort – bei Ihnen, in einem Frachtzentrum oder einem deutschen Container-Terminal. Auch wenn Import-Container oder andere begaste Transporteinheiten bei Ihnen ankommen, übernehmen wir alle notwendigen Vorsorgemaßnahmen, um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Dahingehend nehmen wir Messungen zur Belastung der Luft mit unerwünschten Stoffen vor, entlüften den Container und erstellen das Freigabeprotokoll. Auch die vorherige behördliche An- und Abmeldung der Begasung wickeln wir gerne für Sie ab.

Containerbegasung – Folgen für die Gesundheit?

Etwa 20 Prozent aller importierten Container sind mit erheblichen Schadstoffkonzentrationen in der Atemluft belastet. Da die Gase in hoher Konzentration in die Container geleitet werden, um dort ihre volle Wirkung entfalten zu können, müssen Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit den begasten Containern beachtet werden. Andernfalls hat die Containerbegasung gesundheitliche Folgeschäden für diejenigen, die die Waren sowie die Kartons oder Hölzer entladen. Meist wird diese schleichende Vergiftung nicht direkt gemerkt. Da das Gas häufig noch nicht vollständig aus den luftdichten Containern verschwunden ist, empfiehlt sich eine Messung der Luft, um Kontamination festzustellen.

Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen durch Begasungsmittelreste und flüchtige toxische Industriechemikalien sind ein weltweites Problem desinternationalen Warenverkehrs.Studien zeigen immer wieder, dass Container vielfach über Grenzwerte hinaus begast sind und deshalb zunächst nicht weitergeleitet werden können. Das ist ärgerlich für Ex- und Importeure. Im Sinne des Arbeits- und Verbraucherschutzes ist das Stoppen aber notwendig. Nur wenn international alle Beteiligten mithelfen, dann kann es gelingen, die Gesundheit von Arbeitnehmern im Hafen, im Logistikbereich und auch die Allgemeinbevölkerung nachhaltig zu schützen.